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Montag, 25. August 2014

Tomates provençales





Es gibt kaum etwas Besseres als sonnengereifte Tomaten im August. Ich liebe Tomaten, und ich muss mich im Winter manchmal schon ganz schön beherrschen, keine hors-sol-Tomaten zu kaufen. Wenn ich es trotzdem tue ist es jedes Mal eine Enttäuschung (eigentlich weiss ich es ja…). Die Tomaten aus der Steinwolle kommen nämlich nicht im Geringsten an den Geschmack von Tomaten heran, die während der Sommermonate tagtäglich im Freien von der Sonne geküsst wurden. 





So geniesse ich momentan fast jeden Tag Tomaten. Sei es einfach roh mit ein bisschen Salz, als Salat oder gebacken. Röstet man die Tomaten im Ofen entwickeln sie einen fantastischen Geschmack. Dazu ein paar Kräuter und Olivenöl – mehr braucht es nicht für das Tomatenglück.





Tomates provençales

  • Verschiedene Sorten Tomaten
  • Frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei)
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Nach Belieben etwas Feta



1. Den Ofen auf ca. 200 Grad vorheizen

2. Die Tomaten halbieren und mit den angeschnitten Hälften nach oben in eine feuerfeste Form legen. 

3. Kräuter und Knoblauch fein hacken. Mit Olivenöl vermischen. Tomaten mit der Olivenöl-Kräuter-Mischung beträufeln.

4. Tomaten während 40 bis 60 Minuten in der Ofenmitte rösten.

Und wie mögt ihr die Tomaten am liebsten? 




Montag, 18. August 2014

Kirschenglacé

Diesen Post wollte ich schon seit Wochen ins Netz stellen.  Noch im Juni war ich Kirschen pflücken. Im Fricktal, der Region wo ich aufgewachsen bin. Auf den Bäumen, die einst meine Grosseltern bewirtschafteten. Nun, da die Grosseltern nicht mehr leben, und von den Nachkommen niemand die Zeit und die Musse hat, sich um die Kirschen zu kümmern, sind die Bäume an einen Bauern verpachtet. Zum Glück dürfen wir noch immer so viele Kirschen pflücken, wie wir möchten. Das tue ich jedes Jahr. Und jedes Mal kommen dabei Kindheitserinnerungen auf.



Früher war die Kirschensaison jeweils ein Familienereignis: Verwandte, Freunde und Bekannte meiner Grosseltern kamen und halfen beim „chriesigünne“. Für meine Grosseltern war es wohl die strengste Zeit im Jahr. Ich kann mich erinnern, dass meine Grossmutter manchmal um vier Uhr aufstand: Bevor sie „in die Chriesi“ ging erledigte sie noch Garten- und Hausarbeiten. Dann war sie den ganzen Tag auf den Bäumen oder am Kirschen verlesen, auch abends, nachdem die Ausbeute des Tages längst abgeliefert war. Ich habe mit dem Kirschenpflücken mein erstes Geld verdient. Um nichts möchte ich diese Zeit missen, auch wenn ich als Jugendliche die Kirschbäume manchmal verflucht habe, da ich viel lieber ins Freibad gegangen wäre. Es sind wunderschöne Erinnerungen die ich an diese Zeit habe. Die stärksten Erinnerungen an meine lieben Grosseltern sind jene vom Chrisigünne.



 Also holte ich im Juni ein paar Kilo Kirschen: für Konfitüre oder zum Einfrieren. Und von ein paar Kirschen machte ich Glacé.  Für den Blog wollte ich ein paar schöne Bilder machen, mit frischen Kirschen und so. Und irgendwie hat es nie gepasst. Es kamen Hochzeitsvorbereitungen, Unmengen von Regen und Grillabende dazwischen. Und jetzt, wo es sich draussen bereits wie Herbst anfühlt, habe ich ein paar Sonnenstrahlen erhascht und endlich Zeit gefunden. Frische Kirschen gibt’s jetzt halt keine mehr. Aber dieses Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten.
Die Kombination von Vanilleglace und gefrorenen Kirschen ist wunderbar. Monsieur J. – inzwischen mein Mann – hat gemeint, das wäre etwas vom Besten, das ich je gemacht hätte.  Ist ja klar, waren auch Kirschen von meinen Grosseltern.

Kirschenglacé
  • 250 g entscheinte Kirschen
  • 50 ml Wasser
  • 40 g Zucker


  • 1 Vanillestange
  • 400 ml Milch
  • 300 ml Rahm
  • 6 Eigelb
  • 160 g Zucker




1. Kirschen, Wasser und Zucker aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen. Wenn die Kirschen weich abkühlen lassen.

2. Die Vanillestange aufschneiden und auskratzen. Milch, Rahm, Vanillestange und Vanillemark in eine Pfanne geben und aufkochen. Wenn die Masse kocht die Pfanne vom Herd nehmen.

3. Das Eigelb und den Zucker schaumig schlagen. Die heisse Milchmischung unter die Eigelbmasse rühren.

4. Die Masse auf 85 Grad erhitzen, bis sie andickt (nicht kochen, da sie ansonsten stockt).




5. Die Masse ein paar Stunden im Kühlschrank herunterkühlen, anschliessend in der Eismaschine gefrieren lassen.


6. Zum Schluss die Glace abwechselnd mit den Kirschen in einen Behälter füllen.  



Quelle: Elisabeth Johansson: Eis

Sonntag, 15. Juni 2014

Couscous-Salat mit grilliertem Gemüse

Die letzten paar Wochen hat mich der Sommer soeben mal links überholt und ich bin kaum dazu gekommen, zu kochen, geschweige denn zu fotografieren. Wenn ich nicht unterwegs war, gabs abends etwas Einfaches, damit das Maximum an Wärme genossen werden konnte. So stelle ich nun mit Entsetzen fest, dass mein letzter Post bereits einen Monat zurück liegt.

Aber dafür präsentiere ich jetzt meinen absoluten Lieblingssalat für sommerliche Grillabende: Taboulé, also Couscous-Salat mit grilliertem Gemüse. Am Pfingstsonntag wollten wir ganz spontan (spontan heisst in diesem Fall Anfrage eine Woche im Voraus) ein kleines Grillfest veranstalten. Wir mussten dann feststellen, dass die Leute soooo spontan nicht sind und waren dann mit sechs Personen eine eher kleine Runde. Was mich nicht davon abgehalten hat, Couscous-Salat für eine ganze Fussballmannschaft zu machen. Wir hatten dann auch noch ein paar Tage was davon (sowie auch der kleine Bruder, der wiedermal meine schwesterliche Fürsorge zu spüren bekam).




Couscous-Salat mit gegrilltem Gemüse und Kräutern
  • 250 g Couscous
  • 2 Peperoni (rot und gelb)
  • 1 Aubergine
  • 2 Zucchetti
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 frische rote Chillischoten
  • 3 Hand voll gemischte frische Kräuter (Basilikum, Minze, Koriander, Petersilie)
  • Olivenöl zum Gemüse anbraten

Sauce
  • 4 EL Zitronensaft
  • 10 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer




1. Den Couscous gemäss Angaben auf der Packung kochen, auskühlen lassen.

2. Peperoni im Backofen rösten bis sich die Haut löst. Auskühlen lassen, schälen und in dünne Streifen schneiden. Aubergine und Zucchetti in Scheiben schneiden, in einer Grillpfanne beidseitig garen, bis sie etwas Farbe annehmen.

3. Frühlingszwiebel in feine Scheiben schneiden. Chillis entkernen und in feine Streifen schneiden. Kräuter zerrupfen.

4. Gemüse und Kräuter unter den Couscous mischen. Für die Sauce Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und dem Couscous beifügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.





Die Minze gibt dem Salat einen frischen Geschmack, genau das Richtige für laue Sommerabende... Auf dass viele weitere davon in den nächsten Wochen kommen werden. 


Quelle: Jamie Oliver, leicht abgeändert.