Montag, 7. April 2014

Quiche mit Wirz und Karotten




In meinem Leben ist gerade ganz schön viel los. Die Hochzeitsplanungen nehmen Form an und müssen dürfen nun in Form von Einladungen unter die Leute gebracht werden, in der Weiterbildung wartet eine Arbeit darauf, geschrieben zu werden, soeben waren der Verlobte und ich für ein Wochenende in Barcelona, und das anstrengenste prickelndste : es ist Frühling! Da bin ich letzter Zeit wahrhaftig nicht so zum kochen, beziehungsweise zum bloggen, gekommen. Da ich dem Frühling noch nicht so recht traue, muss ich jede kleine Gelegenheit, Sonnenstrahlen zu erhaschen, sofort nutzen. 

Bis sich der Frühling auch auf dem Gemüsemarkt durchsetzt, dauert es allerdings noch eine Weile. Momentan ist da noch ganz viel Wintergemüse zu finden. Also gibt’s noch eine winterliche Wirzquiche, abgelichtet und genossen unter ganz schön warmen Frühlingssonnenstrahlen.




Quiche mit Wirz und Karotten

Teig
  • 150 g Weizenmehl
  • 100 g Dinkelmehl
  • 125 g Butter
  • ½ TL Salz
  • 6 EL Wasser

Füllung
  • 1 Wirzkopf
  • 3 Karotten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200ml Rahm
  • 1 Eier
  • 50g Käse (bei mir: Gruyère)
  • Prise Muskat, frisch gerieben
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl zum Dünsten




1. Mehl mit Butter, Salz und Wasser verkneten. Den Teig ausrollen, in die Tortenform legen und an den Seiten einen 3 cm hohen Rand formen. Den Teig während einer halben Stunde bei 200° blind backen. 

2. Währendessen Wirz in feine Streifen schneiden (Strunk entsorgen) und waschen. Karotten in feine Scheiben schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin fein hacken und alles in etwas Olivenöl kurz anschwitzen. Wirz und Karotten dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, rund 10 Minuten dünsten lassen. Der Wirz sollte noch Biss haben.

3. Den Teig aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen.



















4. Käse reiben, die Eier mit der Rahm verquirlen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen und alles mit dem abgekühlten Wirsing vermengen. Füllung in den vorgebackenen Teig geben, und für 20-25 Minuten fertig goldbraun backen.





Die Quiche kann natürlich auch einfach mit Weissmehl gebacken werden. Für Monsieur J. s Geschmack war sie nämlich ein bisschen zu gesund geschmacksintensiv.




Einen schönen Frühling allerseits! 


Freitag, 21. März 2014

Mandelglacé mit Dulce de Leche

Linear zu den Temperaturen steigt meist auch das Verlangen nach Glacé. Monsieur J. und ich hatten letztens eine Packung Mövenpick Eiscrème verdrückt. Geschmack: Dulce de Leche. Special Edition. Wieso Special Edition liebe Mövenpick? Ich bin überzeugt, die Special Edition liesse sich das ganze Jahr ganz prima verkaufen. Selbst war ich ja noch nie in Argentinien, bin von daher keine Dulce de leche-Expertin. Aber Monsieur J. liebt Argentinien, und Dulce de leche (obwohl, ich glaub er liebt argentinisches Asado noch ein wenig mehr...). Wie dem auch sei, der Pack war bald leer, und die Special Edition nicht mehr erhältlich. Zufällig bin ich im Internet über ein Rezept gestolpert, Mandelglacé mit Dulce de Leche. Die Dulce de Leche ist wirklich ganz einfach zu machen. So einfach, dass wir gleich nochmal einen Liter eingekocht haben, da wir noch ein Geschenk für Monsieurs Tante brauchten.

Dulce de Leche
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 l Vollmilch
  • 200 g Rohrzucker
  • 1/4 TL Meersalz
  • 1/4 TL Natron aufgelöst in 2 TL Wasser






1. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark und die Schote Schote mit Milch, Zucker und Salz in einen großen Topf zum Kochen bringen. Dabei immer mal wieder umrühren.

2. Wenn die Milch kocht, Topf vom Herd nehmen und  Natron einrühren.

3. Etwa eine Stunde köcheln lassen auf kleiner bis mittlerer Stufe, dabei hin und wieder umrühren.

4. Nach einer Stunde sollte die Milch schon gut eingekocht und hellbraun sein. Von nun an häufiger rühren und die Milch immer im Auge haben. Nach ca. einer weiteren halben Stunde entsteht dann eine schöne Crème.

5. Vanilleschote herausfischen und Dulce de Leche heiss in saubere Gläser füllen.


Gebrannte Mandeln

  • 50 ml Wasser
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 100 g Mandelkerne, ungeschält




1. Wasser, Zucker und Vanillezucker in einer großen Pfanne aufkochen. Mandeln zugeben und unterrühren. Bei mittlerer bis starker Hitze 6–8 Minuten kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Zwischendurch mehrmals umrühren. Dabei werden die Mandeln von einer trockenen Schicht überzogen.

2. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel so lange erhitzen, bis der Karamell wieder flüssig ist und die Mandeln gleichmäßig vom Karamell überzogen sind. Mandeln auf ein Backpapier geben und abkühlen lassen.


Mancelglacé mit Dulce de leche
  • 150g Dulce de Leche
  • 100 g Mandelmus
  • 100 ml Milch
  • 200 ml Rahm
  • 40-50 g Gebrannte Mandeln grob gehackt




1. Gebrannte Mandeln in einen Gefrierbeutel geben und draufschlagen,  bis alle Mandeln grob zerkleinert sind.
2. Dulce de Leche, Mandelmus und Milch verrühren. Rahm schlagen und darunter mischen.  Mandeln untermischen.

3. Masse in die Eismaschine geben und gefrieren lassen.

4. Vor dem Essen 15-20 Minuten aus dem Tiefkühler nehmen. Unbedingt mit Dulce de leche servieren und mit Mandeln dekorieren. 





Quelle: Schlammdackel

Sonntag, 2. März 2014

Sellerie-Maroni-Suppe

Seit gestern ist offiziell nicht mehr Winter. Inoffiziell war er ja gar nie richtig da. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich fand’s super, dass sich in unseren Breitengraden dieses Jahr keine Eiseskälte in jeder Ritze einnistete, dass im Unterland (fast) kein Schnee fiel, der hier in der Agglo spätestens nach einem Tag zu Pflotsch wird, und dass ich die Jahreszeit überlebte, ohne mich in Strumpfhosen zwängen zu müssen.
Petrus hat dieses Jahr wieder gut gemacht, was er uns letzten Winter angetan hat. Somit seist du verziehen, lieber Petrus. Und damit du nicht auf die Idee kommst, uns den Winter dann doch noch im Frühling zu schicken, esse ich noch Suppe, so wie es sich in der kalten Jahreszeit gehört. Zum Suppen-Saison-Abschluss sozusagen und bevor die ersten Frühlingsboten auf unsere Teller finden gibt’s hier noch ein Rezept für eine Maroni-Sellerie-Suppe, die ich bei because you are hungry gesehen hab. Datteln hatte ich gerade keine im Haus, also gabs Suppe mit „bluttem“ Speck.



Maroni-Sellerie-Suppe

  • 1 Knollensellerie
  • 200 g Maroni (vorgegart)
  • 4 weichkochende Kartoffeln
  • 1 dl Weisswein
  • 500 ml Gemüsebouillon
  • 1 ml Sauerrahm
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Rapsöl
  • ein paar Scheiben Speck




1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Den Knollensellerie und die Kartoffeln rüsten und in Stücke schneiden. Die Maroni ebenfalls in Stücke schneiden.

2. Öl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch andünsten. Knollensellerie, Kartoffeln und Maroni hinzugeben kurz mitdünsten. Mit Weisswein ablöschen. Bouillon hinzufügen.

3. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

4. Die Suppe pürieren, Sauerrahm hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.

5. Speck anbraten. Suppe in Schüsseln anrichten und Speck als Topping darauf geben.


Sonntag, 23. Februar 2014

Risotto ai funghi porcini e spinaci

Habe ich schon erwähnt, dass Italiens Küche meine Liebste ist? Sie ist so vielseitig wie das Land selber, so geschmacksintensiv und gleichzeitig bodenständig. Gerichte schmecken auch ohne unzählige Zutaten und viel Schnickschnack hervorragend. In ihrem Werk „Aus Italiens Küchen“ gibt Marianne Kaltenbach einen Einblick in ihre heimliche Liebe, die Küche Italiens. Kaltenbach lebte in einer Zeit, als die italienischen Rezepte noch nicht selbstverständlich in die schweizerische Alltagsküche eingeflossen sind. Ihre Rezepte haben jedoch nichts an Aktualität verloren –  im Gegenteil, sie sind zeitlos wie der italienische Sinn für Genuss.





Das Risotto-Original, welches mit Safran gekocht wird, stammt ursprünglich aus Mailand. Der Legende nach viel einem Schüler eines Glaskünstlers versehentlich etwas Safran, den er für Gelbtöne im Glas verwendete, in den brodelnden Risottotopf. Die Farbe des fertig gekochten Risottos war so schön, dass das neue Gericht innert kürzester Zeit in der ganzen Stadt bekannt wurde.

Bei uns steht heute ein Bruder des Risotto Milanese auf dem Plan: Risotto mit Steinpilzen und Spinat.




Risotto ai funghi porcini e spinaci
  • 200 g Blattspinat
  • 30 g getrocknete Steinpilze
  • 2 EL Butter
  • 2 gehackte Zwiebeln
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Gewürznelke
  • 1 grosse Knoblauchzehe
  • 4 gehackte Salbeiblätter
  • 400 g Violone-Reis
  • 2.5 dl herber Weisswein
  • Salz, Pfeffer
  • 1.25 l Fleischbouillon
  • 100 g frisch geriebener Sbrinz
  • 1 EL Butter




1. Steinpilze 30 Minuten in lauwarmes Wasser einlegen.

2. Spinat ohne Flüssigkeit dünsten, bis er zusammenfällt.

3. 1 EL Butter schmelzen, Zwiebeln, abgetropfte Pilze, Lorbeerblatt, Gewürznelke, zerquetschte Knoblauchzehe und Salbei darin anziehen lassen. Reis beifügen und so lang e wenden, bis er glasig ist.

4. Mit der Hälfte des Weissweins ablöschen. Wenn er verdunstet ist, Salz und Pfeffer beifügen und Fleischbouillon dazu giessen. Ca. 15 Min. ziehen lassen. Darauf achten, dass der Reis niemals trocken wird. Nach Bedarf den restlichen Wein dazu giessen.

5. Unterdessen Spinat gut auspressen. In 1 EL Butter andünsten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Den Spinat locker unter den gekochten Reis mischen.

7. Die Hälfte des Käses und die Butter dazugeben. Gut mischen und sofort anrichten. Den restlichen Käse auf den Tisch stellen.



Quelle: Marianne Kaltenbach: „Aus Italiens Küchen“.


Montag, 10. Februar 2014

Apfelkuchen mit Zimtglasur

Spitalessen schmeckt nicht. Sagt mir der Grossvater, der gerade im Spital sein muss. Und eigentlich viel lieber zuhause wäre, raus in die Natur ginge, Zeit in seinem Bienenhaus verbrächte. Damit er aber wieder auf die Beine kommt, soll er essen. Viel Reserve hat er nicht mehr. Ich habe mir vorgenommen, beim nächsten Besuch meinem Grossvater etwas zu essen mitzubringen. Da passte es wunderbar, als Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe gestern dieses Kuchenrezept veröffentlichte. Der Kuchen backt sich einfach, ist lange haltbar und schmeckt wunderbar.




Apfelkuchen mit Zimtglasur

Apfelfüllung:
  • 3 mittelgrosse 1 EL Zucker
  • 1/2-1 TL Zimt
  • Ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
Rührteig:
  • 160g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 250g Mehl
  • 1 Prise Salz 
Glasur: 
  • 100g Puderzucker
  • 1 TL Zimt
  • ca. 2 EL Milch




1. Den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Cakeform mit Butter einfetten.

2. Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Mit Zucker,  Zimt und Vanillemark mischen, dann ca. 20 Minuten lang beiseite stellen.

3. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren.

4. Die Eier nach und nach hinzugeben und immer erst mit dem nächsten fortfahren, wenn das vorherige gut eingemischt wurde. Das Mehl mit dem Salz vermischen und zum Teig geben.

5. Die gewürfelten Äpfel mitsamt unter den Teig heben und diesen glatt in die vorbereitete Kuchenform füllen.

6. Den Kuchen ca. 80-90 Minuten lang backen. Auskühlen lassen.


7. Für den Zimtguss den Puderzucker sieben und mit Zimt mischen. Die Milch hinzufügen und alles zu einem glatten Guss verrühren. Wer keinen Zimt mag, kann diesen auch gut weglassen.




Den Grossvater hat's gefreut. Ich hoffe er isst ihn auch auf, damit er bald wieder zu Kräften kommt.