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Montag, 18. August 2014

Kirschenglacé

Diesen Post wollte ich schon seit Wochen ins Netz stellen.  Noch im Juni war ich Kirschen pflücken. Im Fricktal, der Region wo ich aufgewachsen bin. Auf den Bäumen, die einst meine Grosseltern bewirtschafteten. Nun, da die Grosseltern nicht mehr leben, und von den Nachkommen niemand die Zeit und die Musse hat, sich um die Kirschen zu kümmern, sind die Bäume an einen Bauern verpachtet. Zum Glück dürfen wir noch immer so viele Kirschen pflücken, wie wir möchten. Das tue ich jedes Jahr. Und jedes Mal kommen dabei Kindheitserinnerungen auf.



Früher war die Kirschensaison jeweils ein Familienereignis: Verwandte, Freunde und Bekannte meiner Grosseltern kamen und halfen beim „chriesigünne“. Für meine Grosseltern war es wohl die strengste Zeit im Jahr. Ich kann mich erinnern, dass meine Grossmutter manchmal um vier Uhr aufstand: Bevor sie „in die Chriesi“ ging erledigte sie noch Garten- und Hausarbeiten. Dann war sie den ganzen Tag auf den Bäumen oder am Kirschen verlesen, auch abends, nachdem die Ausbeute des Tages längst abgeliefert war. Ich habe mit dem Kirschenpflücken mein erstes Geld verdient. Um nichts möchte ich diese Zeit missen, auch wenn ich als Jugendliche die Kirschbäume manchmal verflucht habe, da ich viel lieber ins Freibad gegangen wäre. Es sind wunderschöne Erinnerungen die ich an diese Zeit habe. Die stärksten Erinnerungen an meine lieben Grosseltern sind jene vom Chrisigünne.



 Also holte ich im Juni ein paar Kilo Kirschen: für Konfitüre oder zum Einfrieren. Und von ein paar Kirschen machte ich Glacé.  Für den Blog wollte ich ein paar schöne Bilder machen, mit frischen Kirschen und so. Und irgendwie hat es nie gepasst. Es kamen Hochzeitsvorbereitungen, Unmengen von Regen und Grillabende dazwischen. Und jetzt, wo es sich draussen bereits wie Herbst anfühlt, habe ich ein paar Sonnenstrahlen erhascht und endlich Zeit gefunden. Frische Kirschen gibt’s jetzt halt keine mehr. Aber dieses Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten.
Die Kombination von Vanilleglace und gefrorenen Kirschen ist wunderbar. Monsieur J. – inzwischen mein Mann – hat gemeint, das wäre etwas vom Besten, das ich je gemacht hätte.  Ist ja klar, waren auch Kirschen von meinen Grosseltern.

Kirschenglacé
  • 250 g entscheinte Kirschen
  • 50 ml Wasser
  • 40 g Zucker


  • 1 Vanillestange
  • 400 ml Milch
  • 300 ml Rahm
  • 6 Eigelb
  • 160 g Zucker




1. Kirschen, Wasser und Zucker aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen. Wenn die Kirschen weich abkühlen lassen.

2. Die Vanillestange aufschneiden und auskratzen. Milch, Rahm, Vanillestange und Vanillemark in eine Pfanne geben und aufkochen. Wenn die Masse kocht die Pfanne vom Herd nehmen.

3. Das Eigelb und den Zucker schaumig schlagen. Die heisse Milchmischung unter die Eigelbmasse rühren.

4. Die Masse auf 85 Grad erhitzen, bis sie andickt (nicht kochen, da sie ansonsten stockt).




5. Die Masse ein paar Stunden im Kühlschrank herunterkühlen, anschliessend in der Eismaschine gefrieren lassen.


6. Zum Schluss die Glace abwechselnd mit den Kirschen in einen Behälter füllen.  



Quelle: Elisabeth Johansson: Eis

Freitag, 21. März 2014

Mandelglacé mit Dulce de Leche

Linear zu den Temperaturen steigt meist auch das Verlangen nach Glacé. Monsieur J. und ich hatten letztens eine Packung Mövenpick Eiscrème verdrückt. Geschmack: Dulce de Leche. Special Edition. Wieso Special Edition liebe Mövenpick? Ich bin überzeugt, die Special Edition liesse sich das ganze Jahr ganz prima verkaufen. Selbst war ich ja noch nie in Argentinien, bin von daher keine Dulce de leche-Expertin. Aber Monsieur J. liebt Argentinien, und Dulce de leche (obwohl, ich glaub er liebt argentinisches Asado noch ein wenig mehr...). Wie dem auch sei, der Pack war bald leer, und die Special Edition nicht mehr erhältlich. Zufällig bin ich im Internet über ein Rezept gestolpert, Mandelglacé mit Dulce de Leche. Die Dulce de Leche ist wirklich ganz einfach zu machen. So einfach, dass wir gleich nochmal einen Liter eingekocht haben, da wir noch ein Geschenk für Monsieurs Tante brauchten.

Dulce de Leche
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 l Vollmilch
  • 200 g Rohrzucker
  • 1/4 TL Meersalz
  • 1/4 TL Natron aufgelöst in 2 TL Wasser






1. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark und die Schote Schote mit Milch, Zucker und Salz in einen großen Topf zum Kochen bringen. Dabei immer mal wieder umrühren.

2. Wenn die Milch kocht, Topf vom Herd nehmen und  Natron einrühren.

3. Etwa eine Stunde köcheln lassen auf kleiner bis mittlerer Stufe, dabei hin und wieder umrühren.

4. Nach einer Stunde sollte die Milch schon gut eingekocht und hellbraun sein. Von nun an häufiger rühren und die Milch immer im Auge haben. Nach ca. einer weiteren halben Stunde entsteht dann eine schöne Crème.

5. Vanilleschote herausfischen und Dulce de Leche heiss in saubere Gläser füllen.


Gebrannte Mandeln

  • 50 ml Wasser
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 100 g Mandelkerne, ungeschält




1. Wasser, Zucker und Vanillezucker in einer großen Pfanne aufkochen. Mandeln zugeben und unterrühren. Bei mittlerer bis starker Hitze 6–8 Minuten kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Zwischendurch mehrmals umrühren. Dabei werden die Mandeln von einer trockenen Schicht überzogen.

2. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel so lange erhitzen, bis der Karamell wieder flüssig ist und die Mandeln gleichmäßig vom Karamell überzogen sind. Mandeln auf ein Backpapier geben und abkühlen lassen.


Mancelglacé mit Dulce de leche
  • 150g Dulce de Leche
  • 100 g Mandelmus
  • 100 ml Milch
  • 200 ml Rahm
  • 40-50 g Gebrannte Mandeln grob gehackt




1. Gebrannte Mandeln in einen Gefrierbeutel geben und draufschlagen,  bis alle Mandeln grob zerkleinert sind.
2. Dulce de Leche, Mandelmus und Milch verrühren. Rahm schlagen und darunter mischen.  Mandeln untermischen.

3. Masse in die Eismaschine geben und gefrieren lassen.

4. Vor dem Essen 15-20 Minuten aus dem Tiefkühler nehmen. Unbedingt mit Dulce de leche servieren und mit Mandeln dekorieren. 





Quelle: Schlammdackel

Donnerstag, 6. Juni 2013

Rhabarber-Joghurt-Glacé



Herzlich Willkommen Sommer! Endlich bist du da, das wurde ja aber auch Zeit. Und weil wir so so so lange auf dich gewartet haben, fühlst du dich jetzt umso besser an. Glücklich jene, die diese Tage nicht arbeiten müssen (Monsieur J.). Alle anderen haben abends ein paar Sonnenstrahlen umso mehr verdient. Und was gäbs schöneres, zu den letzten Sonnenstrahlen des Tages Glacé zu löffeln - zum Beispiel Rhabarber-Joghurt-Glacé? Ich verspreche hoch und heilig, dies ist für dieses Jahr das letzte Rhabarber-Rezept.


Rhabarber-Joghurt-Gacé
 




Für die Glacébasis
  • 1 kg fettarmer Naturejoghurt 
  • 350 ml Vollmilch
  • 2 EL Maizena
  • 60 g Frischkäse, Raumtemperatur
  • 120 g Rahm
  • 150 g Zucker
  • 60 ml Glukosesirup ( ich habe Ahornsirup verwendet

Für den Kompott

  • 250 g frischer Rhabarber, in 2cm lange Stücke geschnitten
  • 70 g Rohzucker


Am Vortag
Ein Sieb über eine Schüssel stellen und mit einem Küchenhandtuch auslegen. Den Joghurt hineingeben und mit Frischhaltefolie abgedeckt 6-8 Std. im Kühlschrank abtropfen lassen.
Die Flüssigkeit wegschütten, 400 g des Joghurts abmessen und beiseite stellen.




Kompott
1. Den Ofen auf 150 °C vorheizen. Rhabarber und Zucker in einer Auflaufform mischen.

2. Ca. 45 Minuten lang backen, dabei alle 10 Minuten umrühren, bis der Rhabarber zerfällt, aber noch rosa ist.

3. Vom Kompott 150 g abwiegen und abkühlen lassen.

Glacé
1. 2 EL der Milch mit Maizena zu einer glatten Paste verrühren. Frischkäse in einer mittleren Schüssel glatt rühren. Eine große Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln füllen.

2. Die restliche Milch mit Rahm, Zucker und Sirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und langsam die Maizenamischung einrühren. Die Mischung wieder zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute kochen, bis sie leicht andickt, dann vom Herd nehmen.

3. Die heiße Mischung nach und nach mit dem Frischkäse glatt rühren. Abgetropften Joghurt und Rhabarberkompott unterrühren. Die Glacébasis in einen großen, wiederverschließbaren Gefrierbeutel füllen und in das Eisbad legen. Etwa 30 Minuten kühlen, dabei wenn nötig Eis nachfüllen.

4. Die Glaébasis in den Kühlbehälter der Eismaschine füllen und die Maschine laufen lassen, bis das Eis dick und cremig ist.

5. Im Eisfach mindestens 4 Stunden fest werden lassen.

Etwas Rhabarber-Kompott passt wunderbar zur Glacé. 

Ach Sommer, bitte bleib noch ein bisschen.