Montag, 10. Februar 2014

Apfelkuchen mit Zimtglasur

Spitalessen schmeckt nicht. Sagt mir der Grossvater, der gerade im Spital sein muss. Und eigentlich viel lieber zuhause wäre, raus in die Natur ginge, Zeit in seinem Bienenhaus verbrächte. Damit er aber wieder auf die Beine kommt, soll er essen. Viel Reserve hat er nicht mehr. Ich habe mir vorgenommen, beim nächsten Besuch meinem Grossvater etwas zu essen mitzubringen. Da passte es wunderbar, als Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe gestern dieses Kuchenrezept veröffentlichte. Der Kuchen backt sich einfach, ist lange haltbar und schmeckt wunderbar.




Apfelkuchen mit Zimtglasur

Apfelfüllung:
  • 3 mittelgrosse 1 EL Zucker
  • 1/2-1 TL Zimt
  • Ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
Rührteig:
  • 160g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 250g Mehl
  • 1 Prise Salz 
Glasur: 
  • 100g Puderzucker
  • 1 TL Zimt
  • ca. 2 EL Milch




1. Den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Cakeform mit Butter einfetten.

2. Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Mit Zucker,  Zimt und Vanillemark mischen, dann ca. 20 Minuten lang beiseite stellen.

3. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren.

4. Die Eier nach und nach hinzugeben und immer erst mit dem nächsten fortfahren, wenn das vorherige gut eingemischt wurde. Das Mehl mit dem Salz vermischen und zum Teig geben.

5. Die gewürfelten Äpfel mitsamt unter den Teig heben und diesen glatt in die vorbereitete Kuchenform füllen.

6. Den Kuchen ca. 80-90 Minuten lang backen. Auskühlen lassen.


7. Für den Zimtguss den Puderzucker sieben und mit Zimt mischen. Die Milch hinzufügen und alles zu einem glatten Guss verrühren. Wer keinen Zimt mag, kann diesen auch gut weglassen.




Den Grossvater hat's gefreut. Ich hoffe er isst ihn auch auf, damit er bald wieder zu Kräften kommt. 


Montag, 3. Februar 2014

Wintersalat mit Rotkabis

Grundsätzlich bin ich ganz zufrieden mit mir, doch auch ich denke manchmal, ein etwas flacherer Bauch oder straffere Beine wären auch nicht zu verachten. Das finde ich zwar nicht erst seit gestern, aber so eine Brautkleidanprobe bringt da schon einiges zu Tage. Die riesige, gut ausgeleuchtete Kabine kennt kein Pardon. Leider sieht man da nicht nur die Feinheiten des Hochzeitskleids, sondern auch alles andere. Jawohl, im September wird geheiratet. 



Bis es soweit ist dauert’s zwar noch, es kann aber ja nicht schaden, jetzt schon mal mit der gesunden Ernährung zu beginnen. Damit dann im September das Brautkleid (das ich übrigens noch nicht gefunden habe, das wird wohl eine längere Übung werden...) auch so sitzt wie ich mir das vorstelle. Rotkabis oder wie es auch genannt wird Blaukraut passt ja zu Brautkleid (kennt ihr den Zungenbrecher "Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid" noch?) 



Darum hier ein gesunder und garantiert kalorienarmer Wintersalat, nach dem Rezept von Frau Ziii

Für den Salat
  • Ein halber Rotkabis
  • 6 mittelgrosse bunte Rüebli
  • 1-2 Tarocco-Orangen
  • 1 Apfel
  • 1 große Handvoll Walnüsse
  • Salz





Für die Marinade
  • ungefähr 60 ml Saft von den Taroccos, der Ihnen beim Filetieren übrig bleibt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL  Menge Walnussöl oder auch eine Mischung aus Rapsöl und Nussöl
  • 1 guter TL Ahornsirup


Zur Fertigstellung
  • grob gemahlener Pfeffer
  • Petersilie



1. Vom Rotkraut die äußeren, welken Blättern entfernen, halbieren und sehr dünn schneiden.

2. Das Rotkraut in einer Schüssel mit etwas Salt gut vermischen und etwas kneten (durch das Salz wird das Rotkraut weicher). Wer es gerne knackig möchte, gibt das Salz erst mit der Marinade dazu.

3. Die Nüsse in einer Pfanne trocken rösten bis sie gut duften.

4. Von einer Orange die Schale abreiben und in den Behälter geben, mit dem später die Marinade zubereitet wird.

5. Die Orangen filetieren. Dabei den Saft  für die Marinade auffangen.

6. Die Rüebli waschen und ebenfalls in hauchdünne Scheiben schneiden.

7. Den Apfel quer halbieren und einige dünne Scheiben abschneiden für die Dekoration. Den Rest schälen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Stücke schneiden. Die geschnittenen Äpfel bis zur Verwendung in Zitronenwasser einlegen, damit sie nicht braun werden.

8. Marinade:Vom Orangensaft gute 60 ml in den Behälter mit der abgeriebenen Schale leeren. Zitronensaft dazugeben. Anschließend mit der gleichen Menge Öl aufgießen und zum Schluss den Ahornsirup dazugeben. Die Mengenangaben sind dabei nur ein Richtigwert. Wichtig ist, die gleiche Menge Öl wie Fruchtsaft zu verwenden.

9. Das Rotkraut vor der Verwendung mit den Händen ausdrücken. Alle Flüssigkeit, die sich dabei am Boden absetzt entfernen, um die Marinade nicht zu verwässern.

10. Orangen, Karotten und Äpfel (nicht die Scheiben) zum Kraut geben.

11. Den Deckel vom Marinadenbehälter verschliessen und ordentlich aufschütteln, sodass eine samtige Emulsion entsteht.

12. Marinade sofort über den Salat gießen, pfeffern und alles gut durchmischen. Idealerweise sollte der Salat nun ein Viertel Stunde durchziehen.

13. Vor dem Servieren noch einmal gut durchmischen und mit den Apfelscheiben dekorieren. Mit Nüssen und Petersilie garnieren.






Mittwoch, 22. Januar 2014

Zitronentarte mit Crème Fraiche





Kennst du das: du siehst irgendwo ein Rezept. Denkst „ahhh,  das probier ich demnächst mal aus“. Tust es  dann natürlich nicht. Weil in der Zwischenzeit wieder 100 andere Rezepte oder Kochideen dazwischen gekommen sind. Mir geht es ständig so. Ich sehe ein Gericht, möchte es nachkochen, bewahre es ein Weilchen auf einem Fresszettel oder auf Pinterest auf, denke ab und zu daran und irgendwann passiert das Gleiche wie mit vergangenen Liebschaften oder Freundschaften die man nicht mehr pflegt: aus den Augen aus dem Sinn. Dieser Zitronentarte wäre es um ein Haar so ergangen. Das Rezept hab ich vor etwa 3 Jahren gesehen und gedacht, dass ich die Tarte dann mal im  Winter backe. Zwei Winter kamen und gingen – ohne Zitronentarte. Aber auch ohne sie je ganz zu vergessen.





Zitronentarte mit Crème Fraiche

Teig
  • 150 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • 50 g Mandeln gemahlen, geschält


Füllung
  • 4 Zitronen
  • 9 Eier
  • 300 g Puderzucker
  • 300 g Crème fraîche





1. Für den Teig die weiche Butter, den Puderzucker und das Salz in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät luftig schlagen, bis sich der Zucker fast aufgelöst hat. Dann das Ei unterschlagen.

2. Mehl und Mandeln mischen, mit dem Gummispachtel unter die Buttermasse ziehen, dann rasch zu einem Teig kneten. In Klarsichtfolie gewickelt mindestens 30 Minuten kühl stellen.

3. Auf einem Backpapier den Teig deutlich grösser als ein Wähenblech oder eine Pieform von 30 cm Durchmesser auswallen. Die Form damit auslegen und einen möglichst hohen Rand formen. Den Boden mit einer Gabel regelmässig einstechen, dann mit einem Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren.

4. Den Teigboden im 200 Grad heissen Ofen auf der zweituntersten Rille 20 Minuten vorbacken.

5. Schale von 2 Zitronen dünn abreiben. Alle 4 Zitronen auspressen.

6. In einer Schüssel die Eier und den Puderzucker mit einem Schwingbesen gut verrühren, aber nicht aufschlagen. Dann die Zitronenschale und den Zitronensaft beifügen. Zuletzt die Crème fraîche unterrühren.

7. Nachdem der Teigboden gebacken ist, die Ofentemperatur auf 150 Grad reduzieren.


8. Die Zitronencreme auf den Teigboden geben. Die Zitronentarte weiterhin auf der zweituntersten Rille etwa 45 Minuten backen, bis die Füllung leicht gestockt ist. Herausnehmen und auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.



Quelle: Annemarie Wildeisen


Welche Rezepte sind euch solange nicht aus dem Kopf gegangen, bis ihr sie gekocht habt? 


Montag, 13. Januar 2014

Rüeblisuppe

Suppen wärmen wunderbar von innen auf. Auch wenn die Temperaturen zurzeit noch human sind, eine Suppe ist eine wahre Wohltat. Meine Lieblingssuppen sind Kürbissuppen und Karottensuppen (Kommentar Monsieur J: Du kochst immer so orangene Suppen – ja, ist ja auch eine schöne Farbe). Diese Suppen sind so so so variabel, je nach Gewürzen, die man beifügt schmecken sie sehr unterschiedlich. Die heutige Version ist aber ganz klassisch und schweizerisch, ohne exotische Gewürze, Ingwer oder Zitronengras. Dafür mit einer Kartoffel und einem Eigelb. Die Stärke der Kartoffel verleiht der Suppe eine schöne Konsistenz, das Eigelb macht sie zusätzlich sämig. 




Rüeblisuppe 
  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Wenig Knollensellerie
  • 600g Rüebli
  • 1 kleine, mehlig kochende Kartoffel
  • 1 Liter Gemüsebouillon
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Rahm
  • 1 Bund Schnittlauch


1. Die Zwiebel und Knoblauchzähen schälen und fein hacken. Den Sellerie in kleine Stücke schneiden. Die Rüebli und die Kartoffel schälen und würfeln.

2. Zweibel und Knoblauch in der Butter andünsten. Sellerie, Rüebli und Kartoffel hinzugeben und mittünsten. Mit der Bouillon ablöschen. Lorbeerblatt und Gewürznelken zufügen und aufkochen, bei schwacher Hitze 20 bis 30 Minuten köcheln lassen.

3. Lorbeerblatt und Gewürznelken entfernen, Suppe pürieren.

4. Suppe nochmals kurz aufkochen, Eigelb und Rahm kräftig unterrühren. Nicht mehr aufkochen, sonst stockt das Ei. Die Suppe anrichten, Schnittlauch darüber streuen.





Quelle: 200 Jahre Aargauer Küche